Stadtverordnetenversammlung: Grüne beantragen zweiten Anlieferungstag für Grünschnitt

Verbesserung am Kompostplatz gefordert

Die Grünen bereichern die Stadtverordnetenversammlung [am9.7.09] mit zwei Anträgen zur Kompostanlage. Sie fordern eine Erweiterung der Öffnungszeiten. Denn bislang können Gartenabfälle dort lediglich samstags zwischen 9 und 12 Uhr entsorgt werden.

Wenigstens in der Hauptsaison zwischen März und Oktober aber sollte ein zweiter Termin – die Grünen plädieren für einen Werktag – eingerichtet werden.

Verbesserungswürdig ist nach Ansicht der Grünen auch die Zufahrt. Die Staubentwicklung auf der unbefestigten und oft trockenen Fahrbahn sei unangenehm, die Schranke zudem ein Engpass. Bei starkem Andrang entstehen schnell Staus – auf beiden Seiten des Nadelöhrs.

Gefahr durch Stau an der Schranke

Vor allem der Rückstau Richtung Nibelungenstraße beeinträchtigt die Verkehrssicherheit auf der viel befahrenen Straße, argumentieren die Grünen.

Nutzung von Geothermie

Dagegen hatten die Mitglieder des Bauausschusses – als das Thema in ihrer jüngsten Sitzung diskutiert wurde – nichts grundsätzlich einzuwenden. Dass bei Bohrungen nahe Lorsch aber sowohl an den Grundwasserschutz als auch an die Bannmeile rund ums Weltkulturerbe gedacht werden müsse, wurde von Klaus Schwab unterstrichen.

Bis in welche Tiefen die Energiequelle genutzt werde, sei zudem unterschiedlich, stellten die Gremiumsmitglieder fest. Einig war man sich im Bauausschuss, dass manche Unternehmer derzeit „Goldgräberstimmung“ bei dem Thema Geothermie an den Tag legten.

Auch in Lorsch sollte man nicht alle Energiequellen preisgeben und „von Großen ausbeuten“ lassen, warnte Thilo Figaj (Grüne), mögliche eigene Nutzungschancen für die Stadt angesichts der sich schnell entwickelnden Technik nicht aus den Augen zu verlieren.

Auszüge aus: Bergsträßer Anzeiger/sch
09. Juli 2009