Energiesatzung ist Pflicht

Im Lorscher Neubaugebiet „Südlich der Heppenheimer Straße“ nur auf Mindestenergiestandards zu setzen, ist den Lorscher Grünen zu wenig. Das passe auch überhaupt nicht mit dem formulierten Ziel überein, „vor allem den Zuzug junger Familien mit Kindern aktiv zu fördern“, wie es in der Bauleitplanung stehe, sagen die Grünen im Bauausschuss. Wenn heute bereits die Standards von morgen umgesetzt würden, müsse später nicht nachgebessert werden. „Die jungen Familien werden ja schließlich auch mal älter, und dann werden sie froh um jede Energieersparnis sein, die bereits früh angelegt ist,“ sagt Fraktionssprecher Thilo Figaj dazu.

Einschränkungen, zum Beispiel Elemente zur Sonnenenergienutzung an Fassaden als unzulässig zu erklären, können die Grünen überhaupt nicht nachvollziehen. „Da gibt es mittlerweile moderne Lösungen, die in einem Baugebiet ohne Denkmalschutzauflage relaitv unauffällig verwirklicht werden können,“ sagt Dr. Gerald Lang.

Die Grünen begrüßen ausdrücklich die Prüfung alternativer Energieformen durch die Hessische Landesgesellschaft und das Nachdenken über eine Nahwärmeversorgung im neuen Baugebiet. „Allerdings macht uns die Auskunft im Ausschuss, die Energieberatung des Kreises habe keine Referenzen im Kreisgebiet aufzuzeigen, wo in einem in sich geschlossenen neuen Baugebiet alternative Energieformen durchgängig geplant und umgesetzt wurden, doch sehr nachdenklich,“ meint Figaj. „Die Empfehlung Passivhäuser zu bauen ist sehr dünn. Darauf wären wir auch ohne Beratungsagentur gekommen.“

Für die nächste Runde im Bauausschuss erwarten die Grünen mehr Substanz bei diesen Fragen. Dazu Hans Hilsdorf: „Wir erwarten, dass wir uns auf eine moderne Satzung einigen können, die Energieeffizienz und Wärmeversorgung regelt. Immerhin handelt es sich um Grundstücke im städtischen Besitz.“