Heute in der Presse:

Bergsträßer Anzeiger

Grüne”

Viele Fragen zu Kuba

Lorsch. Zu der „beabsichtigten Kooperation“ der Stadt Lorsch mit Kuba haben die Grünen eine Menge Fragen. Die Fraktion will deshalb, dass das Thema auf die Tagesordnung für die nächste Sitzung des Kultur- und Sozialausschusses genommen wird. Der stellvertretende Grünen-Fraktionsvorsitzende Matthias Schimpf hat dies jetzt beim Ausschuss-Vorsitzenden Reiner Embach beantragt.

Schimpf bezieht sich auf die Berichterstattung über den Besuch des Direktors des kubanischen Kultusministeriums in Lorsch. Im Rahmen dieses Termins in Form eines „Arbeitsessens“ seien die Möglichkeiten erörtert worden, die Beziehungen zwischen der Metropolregion und Kuba zu vertiefen. In Bezug auf Lorsch werde dargestellt, dass im Gespräch eine Kooperation mit dem Lorscher Tabakmuseum und dem Museo del Tabaco Habana sei, aber auch eventuell eine Städtepartnerschaft beziehungsweise zumindest ein Austausch mit Pinar del Rio, so Schimpf.

Ausschuss wurde nicht informiert

In der jüngsten Sitzung des Kultur- und Sozialausschusses am 5. Juli sei von seiten des Bürgermeisters, aber auch seiner anwesenden Mitarbeiter, hinsichtlich des anstehenden Besuches des Direktors kein Hinweis gegeben worden, betont Schimpf. Ebenso seien zu beabsichtigten Kooperationen, einer eventuellen Städtepartnerschaft und ähnlichen Themen, keine Informationen im Ausschuss dargelegt worden.

Kosten für die Stadt?

Das Thema „Kooperation mit Kuba“ sollte deshalb auf die Tagesordnung des nächsten Kultur- und Sozialausschusses. Die Fraktion der Grünen möchte dazu vom Magistrat wissen: Auf wessen Einladung fand das „Arbeitsessen“ statt und sind der Stadt Lorsch im Rahmen dieses Besuches Aufwendungen entstanden? Eine Information erwarten die Grünen auch auf ihre Frage, von wem und in wessen Auftrag die Kontakte nach Kuba geknüpft wurden und ob hierbei Aufwendungen für die Stadt Lorsch entstanden.

Die Grünen fragen, warum in der Sitzung des Kultur- und Sozialausschusses am 5. Juli nicht über den Besuch des Direktors und eventuelle Kooperationen mit Kuba informiert wurde. Sie möchten zudem wissen, welche Aktivitäten vonseiten des Magistrates nunmehr konkret geplant sind.

 

Und im Starkenburger Echo

Grü­ne fra­gen nach Ku­ba und den Kos­ten

LORSCH (ai). Die Frak­ti­on der Grü­nen in der Lor­scher Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung ist ver­är­gert, weil sie nicht in­for­miert wa­ren, dass Di­rek­tor Lá­za­ro Al­len vom ku­ba­ni­schen Kul­tus­mi­nis­te­ri­um zu Be­such kommt. Bei Ge­sprä­chen mit Bürg­er­meis­ter Chris­ti­an Schö­nung (CDU) wur­de in der ver­gan­ge­nen Wo­che bei ei­nem Ar­beits­es­sen un­ter an­de­rem be­ra­ten, ob es zu part­ner­schaft­li­chen Be­zie­hun­gen zwi­schen Lorsch und Ku­ba kom­men kann. An­knüp­fungs­punkt ist der Ta­bak­an­bau. In Lorsch gibt es ein Ta­bak­mu­se­um, in der ku­ba­ni­schen Haupt­stadt das „Mu­seo del Ta­ba­co“. Mit der Stadt Pi­nar del Rio könn­te sich ei­ne Part­ner­schaft an­bah­nen. Die Grü­nen ver­wei­sen da­rauf, dass es bei ei­ner Sit­zung des Kul­tur­auss­schus­ses am 5. Ju­li kei­ner­lei Hin­wei­se auf den be­vor­ste­hen­den Be­such gab. Für die näch­ste Sit­zung die­ses Gre­mi­ums ver­lan­gen die Grü­nen des­halb vom Ma­gis­trat Ant­wor­ten auf fünf Fra­gen. Sie wol­len un­ter an­de­rem wis­sen, wer zu dem Ar­beits­es­sen ein­ge­la­den hat und wel­che Kos­ten da­bei ent­stan­den sind.

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