“Brombeerhecken-Biotop zwischen Weschnitzinsel und Rückhaltebecken radikal entfernt”

Pressemitteilung von B´90/DIE GRÜNEN Lorsch

 

 

 

Am vergangenen Wochenende erhielten die Lorscher GRÜNEN Hinweise von besorgten Naturschützern und Vogelfreunden, dass im Bereich des Weschnitz-Rückhaltebeckens bis hin zur Herrenbrücke eine etwa 200 Meter lange, 4 Meter breite und mehr als mannshohe Brombeerhecke vollständig verschwunden sei. Damit habe man Singvogelarten, wie beispielsweise der Nachtigal, dem Zaunkönig und den Grasmückenarten die Nistmöglichkeiten genommen.

 

GRÜNEN-Fraktionsvorsitzender Günter Jakob und Stadtrat Dieter Angermann machten sich vor Ort ein Bild vom Zustand des besagten Landschaftsgürtels. Offensichtlich wurde dort ein Gehölzstreifen, bestehend aus Strauchwerk und höheren Bäumen, im Rahmen einer turnusmäßigen Pflege zurückgeschnitten. Stein des Anstoßes sei jedoch nicht dieser Gehölzstreifen, sondern die ursprünglich parallel dazu verlaufene mächtige Brombeerhecke, die nun völlig verschwunden ist. “Da wurde Tabula rasa gemacht”, war man sich einig.

 

Es könne aber durchaus triftige Gründe für die Beseitigung der Brombeerhecke geben, wenn beispielsweise das Wurzelwerk die Festigkeit des Dammes und damit den Hochwasserschutz beeinträchtigt hätte. Diese und eine Reihe weitere Fragen will Fraktionsvorsitzender Jakob in Form einer parlamentarischen Anfrage abklären.

 

Aus den Reihen der Naturschützer haben die GRÜNEN vernommen, dass für die verschwundene Hecke, evtl. an einer anderen Stelle, eine Ausgleichsmaßnahme wünschenswert wäre. Da dieser Ausgleich möglichst schnell erfolgen müsse, wäre die ideale Lösung eine sogenannte Benjes-Hecke. Dabei handelt es sich um Ablagerungen von dünnem Gehölz, die Vögeln und Kleintieren schnell wieder Schutz und Nahrung bieten können, heißt es abschließend in der Pressemitteilung der GRÜNEN.

 

 

Günter Jakob
Fraktionsvorsitzender
B´90/DIE GRÜNEN